Drehorgel und Leierkasten

Drehorgel-Hobby

 

Die Drehorgel - Ein unvergessenes Hobby!!!

Fast wäre sie in Vergessenheit geraten - die gute alte Drehorgel. In den Jahren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, erlebte die Drehorgel ihre Glanzzeiten. Auf Jahrmärkten sangen Moritatensänger und Gaukler schaurige Liedergeschichten in Begleitung ihrer Drehorgel. In allen größeren Städten wie z.B. Berlin gehörte die Drehorgel zum alltäglichen Straßenbild. Oft wird die Drehorgel respektlos "Leierkasten" genannt.

...und ein " Teures" Hobby...

Wer glaubt, daß eine Drehorgel ein billiges Bettelinstrument sei, liegt völlig falsch. Eine Drehorgel ist in mühseliger und zeitaufwendiger Handarbeit hergestellt worden. Die Drehorgel ist somit ein hochwertiges Präzisionsinstrument, welches aus vielen hundert Einzelteilen besteht. Drehorgeln sind teuer in der Anschaffung und verlieren in keinster Weise an Wert. Somit kann man diese "Wertanlage" eigentlich schon als ein sehr kostspieliges Hobby betrachten.

Was kostet eine Drehorgel?

Hier einige Preisbeispiele als Anhaltspunkt:
Eine gut erhaltene und gebrauchte 20er oder 26er Drehorgel (20-30 Jahre alt), bekommt man auf dem Gebrauchtmarkt schon für ungefähr 1500 - 3500 Euro.
Einen Fertigteile-Bausatz gibt es für eine 20er Drehorgel von einem Berliner Anbieter für ca. 1700 Euro zu kaufen.
Eine neue 26er Drehorgel kostet ungefähr 7500 - 9000 Euro. Je nachdem welche Ausstattungsmerkmale eine Drehorgel besitzt, erhöht sich der Preis.
Je mehr Pfeifen und Register eine Drehorgel besitzt, desto teurer wird das "Hobby". Bei richtig teuren Orgeln im oberen Preissegment spricht man über Preise von 25.000 Euro und bis zu 50.000 Euro und mehr.
Eine selbst gebaute 20er Drehorgel beläuft sich auf die Kosten von 850 - 900 Euro,
je nach Einkauf der Rohmaterialien und Ausstattung der 20er Drehorgel.
Die Selbstbaukosten können subjektiv variieren!!!
Zum Beispiel kostet der Bau eines Drehorgelwagen nochmal extra 170 Euro!
Falls Dich der Selbstbau einer Drehorgel interessiert,
dann siehe hier: >>> Drehorgel-Selbstbau <<<
(Alle Preisangaben sind Beispiele und sollen für eine ungefähre Einschätzung dienen) 

Wie spielt man eine Drehorgel?

Ein Drehorgelspieler bzw. Drehorgelspielerin muß noch nicht einmal Noten lesen können oder etwas von Musik verstehen. Er/Sie muß einfach nur in gleichmäßiger Geschwindigkeit eine Kurbel drehen und dafür sorgen, daß die Luftzufuhr in der Drehorgel stabil gehalten wird, damit gleichmäßig eine schöne Melodie ertönt. Er/Sie wählt die richtige Musik zur jeweiligen Situation bzw. Anlass und achtet darauf, daß das Publikum mit der Musik nicht "genervt" wird. Beim Spielen unbedingt das Publikum ansehen und mit einem "Lächeln" möglichst versuchen - eine gute Laune zu verbreiten. Das waren bereits die Grundvorraussetzungen eines Drehorgelspielers bzw. Drehorgelspielerin. Drehorgel-spieler/-innen haben mit ihrem Drehorgelhobby eine "Menge" zu tun... ;-)

Mann + Frau erlernen das Drehorgelspiel im "Handumdrehen" 
 

 

 

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