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Die Drehorgel - Ein unvergessenes Hobby!!!
Fast wäre sie in Vergessenheit geraten - die gute alte Drehorgel. In den Jahren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, erlebte die Drehorgel ihre Glanzzeiten. Auf Jahrmärkten sangen Moritatensänger und Gaukler schaurige Liedergeschichten in Begleitung ihrer Drehorgel. In allen größeren Städten wie z.B. Berlin gehörte die Drehorgel zum alltäglichen Straßenbild. Oft wird die Drehorgel auch heute noch liebevoll oder auch repektlos "Leierkasten" genannt.
Ein "Teures" Hobby...
Wer glaubt, daß eine Drehorgel ein billiges Bettelinstrument sei, liegt völlig falsch. Eine Drehorgel ist in mühseliger und zeitaufwendiger Handarbeit hergestellt worden. Die Drehorgel ist somit ein hochwertiges Präzisionsinstrument, welches aus vielen hundert Einzelteilen besteht. Drehorgeln sind teuer in der Anschaffung und verlieren in keinster Weise an Wert. Somit kann man diese "Wertanlage" eigentlich schon als ein sehr kostspieliges Hobby betrachten.
Wie spielt man eine Drehorgel?
Ein Drehorgelspieler bzw. Drehorgelspielerin muß noch nicht einmal Noten lesen können oder etwas von Musik verstehen. Er/Sie muß einfach nur in gleichmäßiger Geschwindigkeit eine Kurbel drehen und dafür sorgen, daß die Luftzufuhr in der Drehorgel stabil gehalten wird, damit gleichmäßig eine schöne Melodie ertönt. Er/Sie wählt die richtige Musik zur jeweiligen Situation bzw. Anlass und achtet darauf, daß das Publikum mit der Musik nicht "genervt" wird. Beim Spielen unbedingt das Publikum ansehen und mit einem "Lächeln" möglichst versuchen - eine gute Laune zu verbreiten. Das waren bereits die Grundvorraussetzungen eines Drehorgelspielers bzw. Drehorgelspielerin. Drehorgel-spieler/-innen haben mit ihrem Drehorgelhobby eine "Menge" zu tun... ;-)
Trotzdem: Man erlernt das Drehorgelspiel im "Handumdrehen".
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